Deine finanzielle Sicherheit bei Verlust der Arbeitskraft
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und die Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) sind essenzielle Absicherungen, die dich finanziell schützen, wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kannst. Während die BU für Angestellte und Selbstständige konzipiert ist, richtet sich die DU speziell an Beamte. Beide Versicherungen sichern deinen Lebensstandard und bieten dir finanzielle Sicherheit in schwierigen Zeiten. Hier erfährst du, wie sich die beiden Versicherungen unterscheiden, warum sie wichtig sind und worauf du achten solltest.
Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)?
Die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt dich, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst – unabhängig davon, ob du in einem anderen Beruf arbeiten könntest. Sie zahlt dir eine monatliche Rente, die deinen Lebensunterhalt sichert.
Für wen ist die BU wichtig?
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Angestellte
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Selbstständige
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Freiberufler
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Auch für Bürojobs sinnvoll: Psychische Erkrankungen wie Burnout oder Rückenprobleme durch langes Sitzen sind häufige Ursachen für Berufsunfähigkeit.
Leistungen der BU:
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Monatliche Rente bei Berufsunfähigkeit.
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Schutz vor finanziellen Einbußen durch Krankheit, Unfall oder psychische Belastungen.
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Optional: AU-Klausel (Arbeitsunfähigkeitsklausel), die bereits bei längerer Arbeitsunfähigkeit greift.
Beispiel:
Ein Softwareentwickler erleidet durch jahrelanges Sitzen schwere Rückenprobleme und kann seinen Beruf nicht mehr ausüben. Die BU zahlt ihm eine monatliche Rente, die seinen Lebensunterhalt sichert.
Was ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung (DU)?
Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist speziell für Beamte konzipiert und schützt dich finanziell, wenn du aus gesundheitlichen Gründen deinen Dienst nicht mehr ausüben kannst. Sie ergänzt die staatliche Versorgung, die oft nicht ausreicht – besonders für Beamte auf Probe oder Widerruf.
Für wen ist die DU wichtig?
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Beamte auf Lebenszeit: Ergänzung zur staatlichen Versorgung.
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Beamte auf Probe oder Widerruf: Besonders wichtig, da sie keinen Anspruch auf staatliche Versorgungsleistungen haben.
Leistungen der DU:
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Monatliche Rente bei Dienstunfähigkeit.
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Schutz auch bei Teil-Dienstunfähigkeit (eingeschränkte Arbeitsfähigkeit).
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Absicherung auch bei Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis (z. B. für Beamte auf Probe).
Die „echte Dienstunfähigkeitsklausel“ – Warum sie unverzichtbar ist:
Die echte DU-Klausel sorgt dafür, dass deine Versicherung zahlt, sobald dein Dienstherr dich offiziell für dienstunfähig erklärt – ohne zusätzliche Prüfungen durch die Versicherung.
Beispiel:
Ein Lehrer erkrankt an einem schweren Burnout und wird vom Dienstherrn als dienstunfähig eingestuft. Dank der echten DU-Klausel zahlt die Versicherung sofort die vereinbarte Rente – ohne weitere Prüfungen.
Unterschiede zwischen BU und DU
Merkmal | Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) | Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) |
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Zielgruppe | Angestellte, Selbstständige, Freiberufler | Beamte auf Lebenszeit, Probe oder Widerruf |
Leistungsfall | Berufsunfähigkeit: Du kannst deinen Beruf nicht mehr ausüben | Dienstunfähigkeit: Dein Dienstherr erklärt dich für dienstunfähig |
Zusatzbausteine | AU-Klausel: Zahlt bereits bei längerer Arbeitsunfähigkeit | Teil-Dienstunfähigkeit: Auch eingeschränkte Arbeitsfähigkeit wird abgesichert |
Wichtigste Klausel | Keine spezielle Klausel erforderlich | Echte DU-Klausel: Zahlt automatisch bei Feststellung durch den Dienstherrn |
Warum ist es wichtig, die Versicherung so früh wie möglich abzuschließen?
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Günstigere Beiträge:
Je jünger und gesünder du bist, desto niedriger sind die Beiträge. -
Gesundheitsfragen:
Beim Abschluss musst du Gesundheitsfragen beantworten. Je weniger Vorerkrankungen du hast, desto einfacher ist der Abschluss. -
Langfristige Sicherheit:
Eine früh abgeschlossene BU oder DU bietet dir Schutz über Jahrzehnte hinweg und sichert deinen Lebensstandard langfristig ab.
Beispiel:
Ein 25-jähriger Lehrer kann eine DU-Versicherung mit einer monatlichen Rente von 1.500 € für etwa 50 € im Monat abschließen. Ein 35-jähriger Lehrer zahlt oft schon das Doppelte – vorausgesetzt, er hat keine Vorerkrankungen.
Warum Gesundheitsfragen ehrlich beantworten?
Beim Abschluss einer BU oder DU musst du Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten – auch wenn es unangenehm erscheint. Die Versicherung prüft diese Angaben im Leistungsfall sehr genau (vorvertragliche Anzeigepflicht).
Was passiert bei falschen Angaben?
Wenn du falsche oder unvollständige Angaben machst:
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Die Versicherung kann den Vertrag anfechten oder kündigen.
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Deine Ansprüche auf Leistungen entfallen vollständig – selbst bei berechtigter Berufsunfähigkeit oder Dienstunfähigkeit!
Tipp:
Ein unabhängiger Berater hilft dir dabei, die Gesundheitsfragen korrekt zu beantworten und mögliche Stolperfallen zu vermeiden.
Warum ein späterer Wechsel keine gute Idee ist
Ein Wechsel der BU oder DU nach Vertragsabschluss ist selten sinnvoll:
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Du musst erneut Gesundheitsfragen beantworten – bestehende Vorerkrankungen können zu höheren Beiträgen oder Ablehnungen führen.
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Dein Eintrittsalter steigt – dadurch wird der neue Vertrag teurer.
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Du verlierst möglicherweise günstige Konditionen deines alten Vertrags.
Fazit:
Es ist besser, sich vorab unabhängig beraten zu lassen und den richtigen Tarif direkt beim ersten Abschluss zu wählen.